Lebenslauf
Martin Krauß - Sportjournalist in Berlin

Geboren 1964 in Koblenz, verbrachte ich die Schulzeit in Düsseldorf und vor allem in Sankt Augustin im Rheinland. Nach Abitur und Bundeswehr studierte ich von 1984 bis 1990 an der FU Berlin Politische Wissenschaft. Zu meinem Abschluss als Diplompolitologe gelangte ich 1990 dank einer Arbeit über das Ende des Sportsystems der DDR und wie es in einen fordistisch geprägten Weltsport eingebettet war. Während des Studiums von 1986 bis 1989 arbeitete ich als Schwimmtrainer in Berlin.

Außerdem war ich während des Studiums von 1984 bis 1989 Redakteur der Monatszeitschrift "antimilitarismus information" (ami) in Berlin, ein Blatt, das es leider nicht mehr gibt. Von 1992 bis 1994 war ich Herausgeber der (leider auch nicht mehr existierenden) Zweimonatszeitschrift "Sportkritik. Die Zeitschrift gegen das Unentschieden" (zusammen mit Michael Bolten). Nach ein paar Ausflügen in den Fernsehjournalismus wurde ich 1994 (bis 1997) Sportchef der "jungen Welt", ab 1995 (erneut: bis 1997) zusätzlich als stellvertretender Chefredakteur.

Ab 1997 arbeitete ich als freier Journalist für etliche Tageszeitungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Ich war eine Art freier Sportkorrespondent aus Berlin und Neuen Länden. In dieser Zeit schrieb ich auch zusammen mit Knud Kohr das Buch "Kampftage. Die Geschichte des deutschen Berufsboxens" (2000). Im gleichen Jahr erschien mein Buch "Doping". Ich begann gemeinsam mit Martin Hoffmann für den Werkstatt-Verlag die Buchreihe "abenteuer: Sport" herauszugeben und zu lektorieren. Wir brachten es auf fünf Bände, bei zweien bin ich auch als Autor tätig gewesen: "Triathlon. Geschichte, Kultur, Praxis" (2001, gemeinsam mit Frank Ketterer) und "Schwimmen. Geschichte, Kultur, Praxis" (2002).

Ab 2001 war ich bei verschiedenen Zeitungen und Magazinen als Redakteur tätig, u.a. für "Jungle World", "Rund" und "Jüdische Allgemeine".

"Schmeling. Die Karriere eines Jahrhundertdeutschen", eine Biografie des Boxers, erschien im Jahr 2005 im Werkstatt-Verlag, drei Wochen nach Schmelings Tod.

Zusammen mit Rolf-Günther Schulze gab ich 2008 das Buch "Wer macht den Sport kaputt? Doping, Kontrolle und Menschenwürde" im Berliner Verbrecher-Verlag heraus. Und 2009 ist die Hörbiografie "Muhammad Ali. Ein Leben" im Argon-Verlag erschienen.

2012 kam das erste und bislang einzige Nichtsportbuch heraus: "Israelisch Kochen. Gerichte und ihre Geschichte" (zusammen mit Katrin Richter).

2013 erschien "Der Träger war immer schon vorher da. Die Geschichte des Wanderns und Bergsteigens in den Alpen".